Aufbewahrungsfristen
Welche Belege müssen ins Archiv?
Häufig wird der Jahreswechsel genutzt, um Belege, Quittungen und Rechnungen zu ordnen. Aber nicht alles, was sich über die Jahre angesammelt hat, darf vernichtet werden. Ein Unternehmer muss beispielsweise Geschäftsbücher, Inventare, Bilanzen und sonstige zu führende Bücher zehn Jahre lang aufbewahren. Auch digitale Aufzeichnungen müssen zehn Jahre lang gespeichert werden. Empfangene oder abgesandte Handels- und Geschäftsbriefe müssen grundsätzlich sechs Jahre lang aufbewahrt werden.
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Lohnsteuerabzug
Freibeträge für 2012 eintragen lassen!
Die Papierlohnsteuerkarten wurden zum letzten Mal für das Jahr 2010 verschickt. Wegen der Umstellung auf das elektronische Verfahren blieben die auf der Lohnsteuerkarte 2010 vorgenommenen Eintragungen automatisch für den Lohnsteuerabzug im Übergangsjahr 2011 erhalten. Die Steuerzahler mussten Freibeträge für das Jahr 2011 daher nicht erneut beantragen, wenn sich nichts an ihrer Situation geändert hatte. An diese bequeme Regelung sollten sich die Steuerzahler jedoch nicht gewöhnen, denn ab dem Jahr 2012 erfolgt keine automatische Übernahme der Freibeträge mehr!
Für das Jahr 2012 müssen sämtliche antragsgebundenen Einträge und Freibeträge wieder neu beim Finanzamt beantragt werden. Der Antrag auf Eintragung eines Freibetrages sollte am besten bereits im Herbst des Jahres 2011 gestellt werden, empfiehlt der Bund der Steuerzahler. Wer erst im Januar 2012 den Antrag stellt, riskiert, dass der Freibetrag nicht rechtzeitig berücksichtigt wird und damit im Januar 2012 ein zu hoher Lohnsteuerabzug erfolgt. Der Antrag muss auf einem amtlichen Formular gestellt werden. Vorteilhaft ist die Eintragung eines Freibetrages etwa bei Arbeitnehmern, die hohe Werbungskosten haben. Dies kann beispielsweise bei einem langen Arbeitsweg der Fall sein.
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Umzugskosten
Ab 1. August 2011 höhere Beträge steuerlich absetzbar
Ziehen Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen um, können sie die Umzugskosten als Werbungskosten geltend machen. Die gute Nachricht: Ab dem 1. August 2011 können für sonstige Umzugskosten höhere Pauschalen geltend gemacht werden.
Ein Umzug ist beruflich veranlasst, wenn sich die Fahrzeit zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erheblich verkürzt. Eine erhebliche Fahrzeitverkürzung wird angenommen, wenn sich die Fahrzeit für den Hin- und Rückweg insgesamt um mindestens eine 1 Stunde reduziert.
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Berufseinsteigerbonus
Höhere Zulage bei jungen Riester-Sparern
Die steuerliche Förderung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge wurde ausgeweitet. Für Steuerzahler, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erhöht sich die Riester-Grundzulage einmalig um einen Betrag von 200 Euro (sogenannter Berufseinsteigerbonus), wenn sie einen entsprechenden Riester-Vertrag abschließen.
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Abgeltungsteuer
Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen
Mit Einführung der Abgeltungsteuer am 1. Januar 2009 müssen viele Sparer umdenken. Die neue Steuer stellt einen völligen Systemwechsel im Vergleich zum bisherigen Recht dar. Auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne wird ein einheitlicher Steuersatz in Höhe von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer erhoben. Die Steuer wird direkt von der Bank oder dem Kapitalanlageinstitut einbehalten.
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Elterngeld
Risiken bei der Gestaltung
Für Kinder, die nach dem 31.12.2006 geboren wurden und werden, können die Eltern das neue Elterngeld beantragen. So manches Elternpaar rechnet nun, wie das Elterngeld maximiert werden kann. Dabei sollten aber Risiken und Nachteile beachtet werden.
Die Höhe des Elterngeldes hängt insbesondere vom Nettolohn desjenigen ab, der die Elternzeit in Anspruch nimmt. Aus diesem Grund ergeben sich Gestaltungsspielräume, beispielsweise indem Ehepaare die Lohnsteuerklassen wechseln. Wenn die Ehefrau weniger verdient als der Ehemann, ist sie in der Regel in der ungünstigeren Lohnsteuerklasse V eingestuft. Folglich ist der Ehemann mit dem höheren Einkommen in der günstigeren Lohnsteuerklasse III. Durch diese Steuerklassenwahl kann das höchste monatliche Haushaltsnettoeinkommen erzielt werden. Tauscht das Ehepaar vor der Geburt des Kindes die Steuerklassen, um mehr Elterngeld in Anspruch zu nehmen, haben sie in jedem Fall ein geringeres monatliches Haushaltsnettoeinkommen zur Verfügung. Dieser Aspekt muss umso mehr beachtet werden, je höher die Einkommen der Ehepartner auseinander liegen.
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